Multimedia

Auf dieser Seite haben wir eine exemplarische Zusammenstellung diverser multimedialer wachstumskritischer Beiträge vorgenommen. Nach und nach werden wir diese ohne Anspruch auf Abdeckung des gesamten Spektrums postwachstumsrelevanter Theorie vervollständigen.


Diskussion von Niko Paech und Alberto Acosta


Quelle: Werkstatt Zukunft

Vortrag von Ulrike Herrmann „Vom Anfang und Ende des Kapitalismus“

Vortrag am 5. Juli 2017.

Quelle: Werkstatt Zukunft

Gespräch von Ulrike Herrmann und Niko Paech

aufgenommen im Anschluss an den Vortrag von Ulrike Herrmann „Vom Anfang und Ende des Kapitalismus

Quelle: Werkstatt Zukunft


Wachstum & Beschleunigung – Muss das sein?

Niko Paech und Hartmut Rosa über Postwachstum, Resonanz und eine notwendige sozio-ökologische Transformation.

Ein Interviewfilm mit dem Postwachstumsökonomen Prof. Dr. Niko Paech und dem Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa zu der Frage, was ein gutes und ökologisch vertretbares Leben ist und warum es so schwer gelingt. Zum ersten Mal führen diese beiden Wissenschaftler ein öffentliches Gespräch und Werkstatt Zukunft ist mit zwei jungen Interviewerinnen dabei. Die Frage lautet: Wie verändern wir unseren Lebensstil, der wie selbstverständlich die Umwelt und damit unsere Lebensgrundlage plündert?

Vor dem Hintergrund sich zuspitzender ökologischer Verwerfungen auf der einen und anschwellender individueller Erschöpfungserscheinungen auf der anderen Seite, wird das Wachstumsparadigma unserer Zeit zunehmend in Frage gestellt. Können wir noch weiter wachsen und vor allem möchten wir es? Eine Gesellschaft und Ökonomie der Wachstumszwänge bedarf einer Transformation! Hierin sind sich Rosa und Paech weitestgehend einig.

Beide Wachstumskritiker sehen in ihrem jeweiligen Entwurf einer Postwachstumsgesellschaft (Rosa) bzw. Postwachstumsökonomie (Paech) die Alternative zum ausufernden Wachstumsdogma. Doch über den Weg in eine solche Postwachstumsszenerie herrscht wohlwollender Dissens. Auf der einen Seite formuliert Paech die Zielsetzung einer „Kultur des Weniger“, der Selbstbefreiung von materiellem Überfluss. Auf der anderen Seite postuliert Rosa den Begriff der Resonanz als Maßstab eines gelingenden Lebens und der nachhaltigen Gesellschaft. Beide Ansätze eröffnen neue Blickwinkel und liefern unterschiedliche Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit.

Unter den fordernden und manchmal frechen Fragen der jungen Werkstatt-Moderatorinnen Elisa Reineke und Katharina Holube debattieren zwei außergewöhnliche Wissenschaftler, wie es mit unserer Gesellschaft und Ökonomie weiter gehen kann. Katharina Holube (17) macht gerade ihr Abitur in Oldenburg, Elisa Reineke (ebenfalls 17) studiert Ökosystemmanagement an der Universität in Göttingen.

Prof. Dr. Niko Paech
ist Ökonom, er lehrt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Mit seinem Engagement in zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie Vereinigungen verbindet er Wissenschaft und Praxis. Als er 2014 mit dem Zeit Wissen-Preis „Mut zur Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet wurde, schrieb die Jury in ihrer Pressemitteilung: Als „Prophet des Weniger“ macht sich Paech Gedanken um die Zeit nach dem grenzenlosen Wachstum und dem dafür notwendigen Strukturwandel. Er blickt damit über das bestehende ökonomische System hinaus und vertritt die Meinung, dass die Welt nur noch zu retten sei, wenn niemand mehr über seine Verhältnisse lebt.

Prof. Dr. Hartmut Rosa
ist Soziologe und Politikwissenschaftler, er lehrt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und steht dem Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt als Direktor vor. Thomas Assheuer schreibt in ‚Die Zeit’: „Nicht Geld, nicht Macht, sondern Beschleunigung regiert die Welt. Der Soziologe Hartmut Rosa hat mit seiner Untersuchung der Zeit eine monumentale Theorie der Moderne vorgelegt. […] Rosa bemüht unzählige Studien, die belegen, wie sehr sich Zeitwahrnehmung und Temporalstrukturen beschleunigen, wie Unruhe und Zeitnot wachsen, Vergangenheit verdämmert, Gegenwart schrumpft und Zukunft schwindet.“

Alle weiteren Infos zum Film http://werkstatt-zukunft.org/


Konturen einer Postwachstumsgesellschaft

Vortrag von Hartmut Rosa

Unter dem Titel Konturen einer Postwachstumsgesellschaft hat Hartmut Rosa das „Jenaer Projekt“ am 11. November im Rahmen der Ringvorlesung vorgestellt, in Kooperation mit Werkstatt Zukunft.

Am Mittwoch, dem 16. Dezember 2015, zeigte oldenburg eins von 19:00-19:55 Uhr eine Aufzeichnung dieses Vortrags, im Kabel und im Live-Stream.


Doku: an der Grenze des Wachstums – ARTE

DIE GRENZEN DES WACHSTUMS UND DAS BESSERE LEBEN

In einem Selbstversuch will die Journalistin Karin de Miguel Wessendorf herausfinden, wie zukunftsfähig ihr eigener Lebensstil ist. In Deutschland, Frankreich, Spanien und England geht sie der Jahrhundertfrage nach: Wie können wir trotz begrenzter Ressourcen einen Lebensstandard aufrechterhalten?

Weiterführende Informationen: http://www.arte.tv/guide/de/048214-00

Der Raubtier-Kapitalismus schneidet sich ins eigene Fleisch. Die Abkehr von der sozialen Marktwirtschaft stößt bei immer mehr Menschen auf Widerstand. Immer mehr solidarische Strukturen, Konsumverweigerer, Selbstversorger und Aussteiger nehmen am Konsum-Wahnsinn nicht mehr teil.

Das spürt das Imperium selbstverständlich. Mit allen möglichen Mitteln versucht das System die Menschen dazu zu zwingen immer noch mehr zu konsumieren. Es werden Gesetze erlassen, die zum Abschluss von Versicherungen zwingen. Es werden kostenlose natürliche Methoden verboten, um für Umsatz bei teuren unnatürlichen Methoden zu sorgen. Oder man zwingt kleine Unternehmen immer mehr in den Maschinenpark zu investieren. Je mehr man ausgeben muss, desto mehr muss man für Umsatz sorgen. Das Hamster-Rad dreht sich immer schneller.

Jetzt ist Schluss. Hört auf mit diesem Wahnsinn.
Es liegt an jedem einzelnen, die alten Strukturen aufzuheben und bewusster zu konsumieren um die Erde zu bewahren!


Wachstum, was nun? (Arte)

„Mehr Wachstum!“ wird in Zeiten von Wirtschafts-, Umwelt- und Finanzkrisen gefordert, denn die amerikanische Immer-mehr-Ideologie gilt als Garant für eine gesunde Ökonomie. Doch wie zeitgemäß ist dieser Mythos angesichts der weltweiten Ressourcenknappheit noch? Dieser Frage geht der Dokumentarfilm auf den Grund – und zeigt Alternativen auf, die sich bereits bewährt haben.

So machen sich immer mehr Experten für ein Ende des grenzenlosen Wachstums stark. Nahrungsmittelproduktion, Energieverbrauch und Geldkreislauf müssen wieder unter Kontrolle gebracht werden. Im Norden und Süden der Welt experimentiert man mit neuen Wirtschaftsmodellen und erzielt inzwischen erste Ergebnisse. So zeichnen sich neue, umweltbewusste und regionalisierte Modelle ab, die für absehbare Probleme wie Klimawandel, Mangel an fossilen Brennstoffen und Finanzkrisen besser gewappnet sind. Oft werden sie sogar von den lokalen Behörden bereits unterstützt.

Um etwas zu verändern, müssen Produktion und Arbeitsplätze in die Heimatregionen zurückgeholt werden. Das ermöglicht vielen Initiativen und Kooperativen die Möglichkeit, ihren Platz zurückerobern und die Bedeutung von Reichtum neu zu definieren. „Wachstum, was nun?“ zeichnet anhand von Experten und konkreten Beispielen das Bild der neuen Post-Wachstums-Gesellschaft.

Quelle: http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/d8c1842f-d8bd-4fa5-acf1-ee27a8f657da/20360636?generateCanonicalUrl=true


Neuland – Zu viel ist nicht genug (NDR)

mit: Niko Paech, Hartmut Rosa und Harald Welzer

Wir arbeiten. Wir konsumieren. Das Versprechen: Kauf dich glücklich! Aber immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann. Wir befinden uns in einer Art Hamsterrad, das sich immer schneller dreht. Wir verdienen mehr. Wir kaufen mehr. Wir kaufen auf Pump. Also müssen wir noch mehr arbeiten. Zeit wird so zu einem immer knapperen und damit wertvolleren Gut.

Zukunft denken, Gegenwart gestalten

Gleichzeitig erfüllt sich das Glücksversprechen, das uns die Werbung permanent macht, einfach nicht. Wir jagen einer Illusion hinterher, die überall auf der Welt eine enorme zerstörerische Kraft entwickelt hat. Warum machen wir trotzdem weiter? Und wie könnte eine Welt aussehen, die nicht den Konsum zur Religion erhebt, sondern die Befreiung vom Überfluss predigt?

Wäre eine Welt denkbar, in der die Wirtschaft nicht immer weiter wachsen muss und Wohlstand anders gemessen wird als in Besitz und Geld? Gibt es einen Kompromiss zwischen „Nach mir die Sintflut“ und einem Systemwechsel? NEULAND: eine Reise zu den Menschen, die Zukunft denken, um Gegenwart zu gestalten.

Quelle: http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/NEULAND-Zu-viel-ist-nicht-genug,sendung315260.html


Was kommt nach dem Wachstum? (ARTE)

Sechs weltweit anerkannte Experten erklären, warum wir aus der Wachstumsspirale aussteigen müssen.

  • William Rees erläutert das von ihm erfundene Konzept des „ökologischen Fußabdrucks“.
  • Thomas Greco (Wirtschaftswissenschaftler) zur Frage, warum man das „Geld neu erfinden“ muss (http://reinventingmoney.com/)
  • Dominique Méda (Soziologin) wünscht sich einen „tiefgreifenden Wandel, der mit der Mystik des Wirtschaftswachstums bricht“ („La mystique de la croissance“, Flammarion 2013)
  • Andrew Dlugolecki (Wirtschaftswissenschaftler) fordert angesichts des drohenden Klimawandels ein „Begleichen der ökologischen Schuld“  („Ecological Debt, Global Warning and the Wealth of Nations“, Pluto Press 2009)
  • Tim Jackson (Wirtschaftswissenschaftler) erklärt sein Konzept vom „Wohlstand ohne Wachstum(oekom verlag, München 2013)
  • Niko Paech (Wirtschaftswissenschaftler) zeigt einen möglichen Weg „Vom grünen Wachstumsmythos zur Potstwachstumökonomie“ auf (Fischer 2011)

Der Link zu dem Beitrag: http://future.arte.tv/de/was-kommt-nach-dem-wachstum


Niko Paech: Postwachstumsökonomie in 20 Minuten

Niko Paech erläutert bei der Premiere der Werkstatt Zukunft im Oldenburgischen Staatstheater am 8.1.2015 sein Konzept einer Wirtschaft, die den Bedürfnissen des Menschen dient und ohne Wachstum auskommt.

Quelle: http://www.werkstatt-zukunft.org/