Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie

an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
für HörerInnen aller Fakultäten und Gäste

Die lange gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deutet nicht nur die derzeitige Eskalation auf den Finanzmärkten hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything“), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Die zu diesem Zweck initiierte Ringvorlesung versteht sich als Forum für Vorträge, Diskussionen und den Gedankenaustausch rund um Fragen wie: Was wären die Merkmale einer Ökonomie jenseits permanenten Wachstums? Welcher Wandel, welche Institutionen, welche Konsum- und Produktionsmuster gingen damit einher? Welche Wege führen in eine Wirtschaftsordnung, die auch ohne permanentes Wachstum für soziale Stabilität sorgen könnte?

Diese Ringvorlesung wird von der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung gemeinsam mit der Vereinigung für Ökologische Ökonomie veranstaltet.

Im Wintersemester 2015/16 wird die Ringvorlesung in Kooperation mit der Sparte 7 des Staatstheaters Oldenburg durchgeführt.

Oldenburger Staatstheater POSTKOLLAPS – gemeinsam weniger erreichen

Wachstum, was nun? (Arte)

„Mehr Wachstum!“ wird in Zeiten von Wirtschafts-, Umwelt- und Finanzkrisen gefordert, denn die amerikanische Immer-mehr-Ideologie gilt als Garant für eine gesunde Ökonomie. Doch wie zeitgemäß ist dieser Mythos angesichts der weltweiten Ressourcenknappheit noch? Dieser Frage geht der Dokumentarfilm auf den Grund – und zeigt Alternativen auf, die sich bereits bewährt haben.

So machen sich immer mehr Experten für ein Ende des grenzenlosen Wachstums stark. Nahrungsmittelproduktion, Energieverbrauch und Geldkreislauf müssen wieder unter Kontrolle gebracht werden. Im Norden und Süden der Welt experimentiert man mit neuen Wirtschaftsmodellen und erzielt inzwischen erste Ergebnisse. So zeichnen sich neue, umweltbewusste und regionalisierte Modelle ab, die für absehbare Probleme wie Klimawandel, Mangel an fossilen Brennstoffen und Finanzkrisen besser gewappnet sind. Oft werden sie sogar von den lokalen Behörden bereits unterstützt.

Um etwas zu verändern, müssen Produktion und Arbeitsplätze in die Heimatregionen zurückgeholt werden. Das ermöglicht vielen Initiativen und Kooperativen die Möglichkeit, ihren Platz zurückerobern und die Bedeutung von Reichtum neu zu definieren. „Wachstum, was nun?“ zeichnet anhand von Experten und konkreten Beispielen das Bild der neuen Post-Wachstums-Gesellschaft.

 

Quelle: http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/d8c1842f-d8bd-4fa5-acf1-ee27a8f657da/20360636?generateCanonicalUrl=true

 

Neuland – Zu viel ist nicht genug?

Wir arbeiten. Wir konsumieren. Immer schneller und immer mehr. Die 30-minütige Dokumentation „Neuland – Zu viel ist nicht genug?“ des NDR stellt Menschen vor, die über die Befreiung vom Überfluss nachdenken.

Mit: Niko Paech, Hartmut Rosa und Harald Welzer

Jahrestagung VÖÖ 2015: „Wege in die Postwachstumsökonomie“

VÖÖ Jjahrestagung 2015Die Vereinigung für Ökologische Ökonomie e.V. widmet ihre Tagungsreihe „Perspektiven einer Wirtschaft ohne Wachstum“ jedes Jahr einem Baustein der Postwachstumsökonomie. Im Jahr 2015 trägt sie den Titel „Wege in die Postwachstumsökonomie“. Und dafür ist sie vom 9. bis zum 11. Oktober 2015 in der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu Gast.

Mehr Informationen: www.voeoe.de/aktivitaten/tagungen/jahrestagung-2015/