Staat – Eigentum – Freiheit: Nachdenken über gesellschaftliche Fundamente einer Postwachstumsökonomie

Jürgen Wendler, Historiker und Wissenschaftsjournalist, Bremen

Klimawandel, Umweltprobleme, drohende Auseinandersetzungen um die verbliebenen natürlichen Ressourcen, zunehmende Schwierigkeiten, sich im schärfer werdenden wirtschaftlichen Konkurrenzkampf zu behaupten, eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, Gefahren für die Demokratie: Wer angesichts dieser sich immer deutlicher herausschälenden globalen Herausforderungen glaubt, so weitermachen zu können wie bisher, handelt verantwortungslos.

Wie aber könnten Leitbilder für eine positive Entwicklung aussehen? Weil die genannten Probleme unmittelbar mit Wirtschaftsfragen zu tun haben, versucht der Autor, sich der Antwort über eine kritische Auseinandersetzung mit der maßgeblichen Wirtschaftsordnung, das heißt der kapitalistischen Marktwirtschaft, zu nähern. Das Fazit: Die Marktwirtschaft kann auf lange Sicht nur dann von Nutzen sein, wenn die Ökonomie der Politik untergeordnet, ein veränderter wirtschaftlicher Ordnungsrahmen geschaffen und das bisherige Wachstumsdenken in Frage gestellt wird. Erforderlich ist aber auch eine klare Vorstellung vom Wesen des Staates, des Eigentums und der Freiheit. Die Kernbotschaft lautet: Staaten erfüllen ihren Zweck nur dann, wenn sie allen ihren Bürgern Glücksmöglichkeiten eröffnen; Eigentum entsteht immer aus Beziehungen und ist deshalb niemals von der Verantwortung für die Natur und andere Menschen zu trennen; und die Bewahrung der Freiheit setzt voraus, dass die Ökonomisierung des Lebens gestoppt wird. (aus der Verlagsbeschreibung)

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