10 Jahre Postwachstumsökonomie-Debatten in Oldenburg

Wir feiern zehn Jahre Debatten zur Postwachstumsökonomie in Oldenburg. Die Veranstaltung geht auf die Forschungen von Niko Paech ab 2005 zurück. Er traf auf Werner Onken, der an der Frage arbeitete, ob eine „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“ mit geeigneten institutionellen Veränderungen erreicht werden kann. Gemeinsam initiierten sie im April 2008 an der Universität eine Ringvorlesung, um die verschiedenen Perspektiven der Postwachstumsdebatte in einen konstruktiven Austauschprozess untereinander und mit der Zivilgesellschaft zu bringen.

Neben Kooperationen mit bestehenden Vereinen, Kirchen, dem Staatstheater oder der Stadtverwaltung entstanden durch die Ringvorlesung u.a. eine Transition-Town-Initiative und ein Repair-Café. Die Bandbreite der inzwischen 131 Veranstaltungen umfasste sozialreformerische, suffizienzorientierte, kapitalismuskritische wie feministische Ansätze. Neben theoretischen Vorträgen kamen auch Praktiker, Unternehmerinnen, Künstler und Politikerinnen zu Wort und Tat. Im Sinne von Leopold Kohr wurde jeder Vortrag im anschließenden „Akademischen Wirtshaus“ reflektiert und diskutiert.

Diese Veranstaltung wagt einen Blick in Vergangenheit und Zukunft, dazu werden verschiedene künstlerische Gastbeiträge die Feier bereichern.